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Releases-Typ: Album
Hauptgenre: Dark Techno & Piano
Sprache: Deutsch
Veröffentlichungsdatum: Folgt
Die Stadt war längst tot.
Nicht zerstört durch Feuer.
Nicht durch Krieg.
Sondern durch die Menschen selbst.
Zwischen schwarzen Wolken ragten nur noch die Skelette uralter Megastrukturen in den Himmel. Antennen blinkten schwach im Dauerregen. Überall flackerten kaputte Werbetafeln mit Botschaften, die längst niemand mehr las.
Und mitten in dieser sterbenden Welt saß er.
Alleine.
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Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, den Blick auf das gewaltige Portal gerichtet, das wie ein rotes Herz in der Dunkelheit pulsierte.
LYNXA PORTAL.
Die letzten Buchstaben einer vergessenen Hoffnung.
Unter ihm lag ein altes Logbuch.
Verbrannte Seiten.
Verschmierte Tinte.
Blutrote Zeichen zwischen den Einträgen.
„System Acht-Sieben-Eins. Punkt Zwei-Sechs.“
Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
„Manchmal wäre ich so gerne bei dir…“
Das Portal antwortete nicht.
Zumindest nicht sofort.
Nur das tiefe Brummen der Maschinen vibrierte durch die Ruinenstadt wie ein sterbender Herzschlag.
Dann erklang sie.
Leise.
Weiblich.
Fast wie ein Geist zwischen den Frequenzen.
„Ich bin noch hier.“
Er schloss die Augen.
Diese Stimme verfolgte ihn seit Jahren. Seit jener Nacht, in der sie verschwunden war. Seit die Welt ihm gezeigt hatte, wie grausam Menschen wirklich sein konnten.
Er hatte alles verloren.
Freunde.
Vertrauen.
Wärme.
Den Glauben an diese Welt.
Nur das Portal war geblieben.
Tag für Tag hatte er es weitergebaut. Mit blutigen Händen. Mit letzter Kraft. Während draußen dieselben Menschen versuchten ihn zu brechen, auszulachen, zu zerstören.
Doch jedes Mal, wenn er kurz davor war aufzugeben, begann das Portal wieder zu leuchten.
Als würde irgendetwas darin auf ihn warten.
Oder irgendjemand.
Der Regen wurde stärker.
In der Ferne schrien Sirenen durch die zerstörten Straßenschluchten. Drohnen zogen über den Himmel wie schwarze Aasvögel.
Er hob langsam den Kopf.
Im Inneren des Portals erschien eine Silhouette.
Eine Frau.
Rot glühende Augen.
Wie flüssiges Licht im Nebel.
Die Red Queen.
Nicht Mensch.
Nicht Maschine.
Etwas dazwischen.
„Warum kämpfst du noch?“ fragte sie ruhig.
Er lachte leise. Müde. Kaputt.
„Weil ich es versprochen habe.“
Das Portal begann stärker zu pulsieren. Die gesamte Stadt vibrierte.
Alte Generatoren sprangen an.
Monitore flackerten.
Vergessene Systeme erwachten.
Als hätte das Lynxa-Portal selbst beschlossen, nicht zu sterben.
Die Red Queen trat näher an die Grenze zwischen Realität und Frequenz.
„Du bist müde.“
„Ja.“
„Du hasst diese Welt.“
Er schwieg.
Denn tief in seinem Inneren wusste er:
Nicht die Welt hatte ihn zerstört.
Sondern das, was aus den Menschen geworden war.
Gier.
Kälte.
Bosheit.
Und trotzdem saß er noch hier.
Noch immer sendete er Signale in die Dunkelheit.
Noch immer schrieb er Logbücher.
Noch immer erschuf er Musik aus Schmerz und Erinnerungen.
Vielleicht war genau das seine letzte Form von Widerstand.
Nicht Krieg.
Nicht Gewalt.
Sondern Frequenz.
Die Red Queen legte ihre Hand gegen die Innenseite des Portals.
Er hob langsam seine eigene.
Zwischen ihren Händen entstand ein rotes Flimmern.
Wie ein Herzschlag aus Licht.
Für einen einzigen Moment verschwand die zerstörte Welt um ihn herum.
Keine Sirenen.
Keine Menschen.
Keine Angst.
Nur Stille.
Und ihre Stimme.
„Solange das Portal sendet… bist du nicht alleine.“
Dann explodierte der Bass.
Schwer.
Dunkel.
Langsam.
Die Stadt begann zu beben.
Und irgendwo zwischen den Ruinen startete das letzte Signal der Menschheit erneut.
– Beatkonstruktor
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