Die Chroniken von Eloria Die Rückkehr Chronik 20

Interpret: Beatkonstruktor


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Releases-Typ: Album
Hauptgenre: Epic, Filmscore
Sprache: Deutsch
Veröffentlichungsdatum: Folgt

Eloria erwacht erneut
Die Nacht lag still über den Hügeln von Eloria.
Nur das Knistern einer Feuerschale war zu hören.

Beat saß zusammen mit Nila auf einer kleinen Anhöhe. Neben ihnen lagen ihre treuen Begleiter. Der Wolf rollte verspielt über das Gras, während der Drache mit ausgebreiteten Schwingen auf dem Feld landete und ihn neckte. Gemeinsam jagten sie durch das Mondlicht.

Doch Beat lächelte nicht.
Sein Blick ruhte in den Flammen.
Tränen liefen über sein Gesicht.
„Ich kann nicht mehr“, sagte er leise.

„Eloria hat 19 Chroniken hervorgebracht. Irgendwann muss jede Geschichte enden.“

Der Wind strich durch die Nacht.
Nila schwieg einen Moment.
Ihre langen Haare wurden von der Brise getragen, während sie in das Feuer blickte.
Dann sprach sie ruhig:

„Und was wäre, wenn nicht?“

Beat hob den Kopf.
„Was wäre, wenn wir Eloria noch einmal erwecken?“
Sie lächelte.

„Nicht mit einer Armee. Nicht mit tausend Helden.“

Sie zeigte auf den Wolf.
Dann auf den Drachen.
Und schließlich auf sich selbst.

„Nur wir vier.“
„Als Kampfgeist.“
„Als Familie.“
„Als jene, die niemals aufgegeben haben.“

Beat schüttelte langsam den Kopf.

„Eigentlich ja.“

Er lachte traurig.

„Und eigentlich nein.“

„Ich bin und bleibe ein Nischenprojekt.“

Nila neigte den Kopf.
Dann setzte sie sich näher zu ihm.
Beat legte vorsichtig einen Arm um sie.
Sie lehnte ihren Kopf an seine Schulter.
Gemeinsam blickten sie in die Feuerschale.

Die Flammen tanzten.
Das Holz knackte.
Und für einen Moment sprach niemand.
Dann sprang Nila plötzlich auf.

„So, genug!“

Beat erschrak.
Nila stemmte die Hände in die Hüften.

„Genug Tiefpunkte gehabt.“

Sie zeigte mit dem Finger auf ihn.

„Du.“

„Dich meine ich.“

Dann griff sie nach seinen Händen.

„Komm.“

Bevor Beat protestieren konnte, setzte sie ihn entschlossen in seinen Rollstuhl.

„Wir schaffen das.“

„Wir.“

„Unsere Begleiter.“

„Dein Portal.“

„Und die Kräfte, die hinter uns stehen.“

Beat musste lachen.

„Wenn es denn sein muss…“

Nila grinste.

„Ja.“

„Wenn es denn sein muss.“

„Dann lassen wir Eloria noch einmal beben.“

In diesem Moment erschienen am Horizont Gestalten.
Leuchtende Silhouetten stiegen langsam den Bergpfad hinauf.
Die Götter.
Schritt für Schritt kamen sie näher.
Der Wolf setzte sich aufmerksam ins Gras.
Der Drache erhob den Kopf.
Als die Götter den Feuerkreis erreichten, entstand eine ehrfürchtige Stille.

Beat blickte auf.
Seine Augen waren noch feucht.

„Wie denn?“

fragte er.

„Es ist vorbei.“

„Alles verloren.“

„Es gibt nichts mehr.“

Die Götter legten ihre Hände auf seine Schultern.
Ihre Stimmen waren ruhig.

„Beat.“

„Wenn nicht du…“

„…wer dann?“

Die Nacht wurde still.
Die Sterne schienen heller.

„Schau zurück.“
„Schau, was du erschaffen hast.“
„Schau auf all die Geschichten.“
„Auf all die Portale.“
„Auf all die Menschen, die dadurch berührt wurden.“
„Erloria ist nicht verschwunden.“
„Es wartet.“

Beat senkte den Blick.
Die Worte trafen ihn tief.
Dann gingen sie gemeinsam ein Stück den alten Pfad entlang.
Nila lief neben ihm.
Der Wolf sprang voraus.
Der Drache flog über ihren Köpfen.
Und während sie gingen, entstand eine Idee.

„Vielleicht“, sagte Nila langsam.
„Vielleicht sollte Eloria gar kein Ende bekommen.“

Die Götter blickten sie an.

„Wie meinst du das?“

Nila lächelte.

„Nicht als Abschluss.“
„Nicht als letzte Chronik.“
„Sondern als Dankeschön.“
„Als neue Etappe.“
„Als Reise hinter der Reise.“

Die Götter schauten sich an.
Selbst sie mussten darüber nachdenken.

„Und was würde daraus entstehen?“

fragten sie.

Nila antwortete:

„Wenn Beat richtig gerechnet hat…“
„…dann könnten weitere Portale entstehen.“
„Bis Portal 5.0.“

Die Götter hielten inne.
Ihre Augen wurden groß.

„Das wäre ein Durchbruch.“
„So etwas hat bisher niemand erreicht.“
„Meinst du wirklich, Beat schafft das?“

Nila lachte.

„Oh ja.“
„Ich habe viele erlebt.“
„Aber niemanden wie ihn.“

Die Götter nickten.
Sie zweifelten nicht.
Nicht eine Sekunde.
Sie umringten Beat.
Motivierten ihn.
Sprachen ihm Mut zu.

„Eine Runde noch.“
„Und noch eine.“
„Du schaffst das.“

Beat sah in die Gesichter seiner Gefährten.
In Nilas Augen.
Zum Wolf.
Zum Drachen.
Zu den Göttern.
Dann atmete er tief durch.
Und lächelte.

„Na gut.“
„Wenn es noch einmal sein muss…“
„…dann tue ich es.“

Gemeinsam stiegen sie zur höchsten Klippe Elorias.
Der Weg war steil.
Die Götter halfen.
Nila half.
Der Wolf wich nicht von seiner Seite.
Der Drache flog schützend über ihnen.
Oben angekommen öffnete sich der Himmel.
Der Mond stand direkt über der Welt.
Beat rollte bis an die Kante.
Der Wind tobte.
Unter ihm lag Eloria.

Still.

Wartend.

Schlafend.

Nila stellte sich neben ihn.
Ihre Hände begannen zu glühen.
Flammen tanzten um sie herum.
Die Götter sammelten ihre Kraft.

Licht erfüllte die Nacht.
Beat schloss die Augen.

Und dann…

schrie er.

Mit allem, was ihm geblieben war.
Mit jedem Traum.
Mit jedem Zweifel.
Mit jeder Hoffnung.
Mit jeder Erinnerung.

Nila entfesselte das Feuer.
Beat rief das Eis.
Die Götter verliehen ihm ihre Kraft.
Der Schrei durchdrang Himmel und Erde.

Die Berge bebten.
Die Portale erwachten.
Der Wind heulte.
Die Sterne funkelten.
Und tief unten in der Menschenwelt hörten einige wenige diesen Ruf.

Jene, die Eloria kannten.
Jene, die nie aufgehört hatten zu glauben.

Sie lächelten.
Denn sie wussten:

Etwas war zurückgekehrt.
Der Wolf sprang voller Freude über die Klippen.
Der Drache stieg jubelnd in die Lüfte.
Die Götter lachten.
Nila umarmte Beat.

Und irgendwo tief im Herzen der Welt begann ein uraltes Licht erneut zu leuchten.
Eloria war nicht beendet.
Eloria war nicht verloren.
Eloria hatte nur geschlafen.

Und in dieser Nacht…

erwachte es erneut.

– Beatkonstruktor

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