BK-Das Schwarze Lynxa-Portal Chronik 21
BK Das Schwarze Lynxa Portal Chronik 21

BK-Das Schwarze Lynxa-Portal
Chronik 21

Die Nacht war tot.

Schwarzer Regen fiel auf die brennenden Städte der Menschen, während am Himmel die letzten Fragmente zerbrochener Türme schwebten.
Sirenen verstummten längst im Rauch des Krieges.
Nur das entfernte Donnern kollabierender Welten hallte noch durch die Dunkelheit.

Tief unter den Ruinen arbeitete Beat weiter.

Der Erbauer.

Der Architekt der Portale.
Der Schöpfer von Modulen, Fragmenten und Frequenzen.
Jener, dessen Name längst wie ein Fluch durch die vergessenen Bibliotheken wanderte.

Vor ihm pulsierte das unfertige Lynxa-Portal.

Ein gewaltiger, rot leuchtender Kern aus holografischen Strukturen, dämonischer Energie und modularen Elementen.
Instabil.
Lebendig.
Hungrig.

Die alten Normen verlangten seinen Rücktritt.
Seine Frequenz war beschädigt.
Zu viele Kriege.
Zu viele Verluste.
Zu viele Schatten hatten sich in seinem Inneren eingenistet.

Doch Nila ließ ihn nicht fallen.

Sie war mehr als nur seine Begleiterin.
Sie war die Letzte, die noch an ihn glaubte.

Während draußen die Welt zerfiel, sprach sie uralte Formeln zwischen den flackernden Symbolen der dunklen Bibliotheken.
Ihre Hände zeichneten Frequenzrunen in die Luft, während schwarze Energie durch die Kammern floss.

Sie reparierte ihn.

Nicht seinen Körper.

Seine Seele.

Doch die Reparatur hatte ihren Preis.

Aus Beats inneren Dämonen entstanden vier neue Wesen.

Vier weibliche Begleiterinnen.
Geboren aus Schmerz, Erinnerung und Dunkelheit.
Mit langen weißen Haaren und schwarzen Gewändern standen sie um das Portal wie Wächterinnen einer sterbenden Welt.

Jede von ihnen trug eines der vier Elemente in sich:

Wasser.
Erde.
Luft.
Feuer.

Gemeinsam hielten sie den Kreislauf stabil.

Ihre Hände berührten das Portal.
Blut lief über ihre Finger und tropfte in die uralten Becken aus schwarzem Stein.
Das Lynxa-Portal wurde mit Blut gereinigt, damit keine dunkle Macht jemals wieder die Vergangenheit kontrollieren konnte.

Die Luft vibrierte.

Fragmente schwebten durch die Hallen wie verlorene Erinnerungen.
Ketten bewegten sich ohne Wind.
Verstümmelte Schatten krochen an den Wänden entlang.

Und mitten darin stand Beat.

Zerstört.

Seine Gedanken zerfielen.
Seine Emotionen wurden zu Störungen in seiner Frequenz.
Immer wieder brach seine Verbindung zusammen.

Manchmal fiel das Licht des Portals in sich selbst zusammen.
Manchmal verstummten alle Module gleichzeitig.
Manchmal glaubte selbst Nila, ihn endgültig verloren zu haben.

Doch jedes Mal erhob er sich erneut.

Denn tief in seinem Inneren wusste er:

Wenn er fiel…
würde auch das Beatkonstruktor-Universum sterben.

Er dachte darüber nach, einen Nachfolger zu erschaffen.
Jemanden, der seinen Platz einnehmen könnte.

Doch die Realität sprach grausamer als jede dämonische Stimme:

Es konnte keinen Ersatz geben.

Niemand verstand die Portale wie er.
Niemand konnte die Frequenzen lesen.
Niemand beherrschte die modularen Elemente.

Denn Beat war nicht Teil des Systems.

Er war sein Ursprung.

Und so kämpfte er weiter.

Durch Horror.
Durch Krieg.
Durch Wahnsinn.
Durch die melancholische Dunkelheit seiner eigenen Schöpfung.

Seine Frequenz zerbrach immer wieder.

Aber er gab niemals auf.

◆ CHRONIK 21 ◆

DAS OBSIDIANTOR

DIE CHRONIKEN VON ELORIA UND DAS OBSIDIANTOR
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Wenn Portale bluten-Story

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